Wünschen Sie einen offenen Bücherschrank in Ihrem Viertel, Ihrer Stadt oder Gemeinde und wissen noch nicht genau, wie es geht? Wir unterstützen Sie gerne mit unserer Erfahrung aus über 300 realisierten Bücherschrank-Projekten.
Schreiben Sie uns über das Kontaktformular oder an info@urbanlife-eg.de oder rufen Sie uns an unter 02236 3311667.

Von der Vision zum Kulturprojekt

Es hat bereits Tradition, den öffentlichen Raum zum Verschenken von Büchern zu nutzen. 1993 kamen die amerikanischen Künstler Michael Clegg und Martin Guttmann auf die ungewöhnliche Idee, in Mainz aus einem alten Kunstgranit-Schaltkasten eine soziale Skulptur zu konzipieren. Sie bauten den Schaltkasten zu einem Regal um und stellten es im öffentlichen Raum auf. BewohnerInnen des Viertels nahmen Bücher heraus und stellten Neue hinein. Die Künstler beobachteten die Bücher, um daraus auf die soziale Struktur der Umgebung zu schließen.

2003 gab Innenarchitektin, Produktdesignerin und Szenografin Trixy Royeck dem Mainzer Kunstprojekt ein neues Konzept. Sie entwarf einen Bücherschrank als dauerhaftes Stadtmöbel, in dem Bücher zum Verschenken eingestellt werden konnten. Sie schenkte diese Idee der Bonner Bürgerstiftung, die sie wenig später umsetzte.

Die Idee des „Offenen Bücherschrankes“ aus Bonn wurde von Hans-Jürgen Greve seit 2007 in neuer Form und mit neuen Details zu einem Stadtmöbel weiterentwickelt, das vandalismussicher und nahezu wartungsfrei ist. Insgesamt 5 Modelle dieses BOKX®-Bücherschrankes hat er seither entworfen. Seine Bücherschränke wurden inzwischen über 390 Mal in ganz Deutschland aufgestellt und überzeugen sowohl in ihrer Proportion als auch in ihren Details.

„Wenn ich einen Bogen spanne, der meine Beweggründe von 2007 bis heute darstellt, fange ich bei den stadtplanerischen Kriterien an, gehe über das Design und die Umsetzung, zurück zum öffentlichen Raum und lande bei sozial-kulturellen Aspekten, den Treffpunkten auf den Plätzen unserer Städte und Gemeinden.“ sagt Hans-Jürgen Greve. „Ich mache mir Gedanken zur Qualität des Ortes, an dem sich Menschen begegnen: Wie verändert sich dieser Ort mit dem Bücherschrank? Bücher tragen zu einer neuen Form der Kommunikation bei. Das fasziniert mich.“

Damit das System „Offener Bücherschrank“ funktioniert, braucht es noch etwas sehr Besonderes. Es baut auf die Fürsorge von PatInnen. Aus städtischer Sicht formuliert, bedeutet das: Bürgerschaftliches Engagement muss gefördert und organisiert werden. Für die Umsetzung und Finanzierung der BOKX®-Bücherschränke haben sich Stiftungen bewährt.

Verantwortung für gute Gestaltung

„Schön“ soll es sein. Da sind wir uns einig, denn den öffentlichen Raum nutzen wir alle. Mit verschiedenen Modellen können wir gestalterisch auf jeden Stadtraum reagieren. Als Gestalter Verantwortung übernehmen. Neue Maßstäbe setzen.
In enger Absprache mit den städtischen Entscheidungsträgern entwickeln wir diese äußere Gestalt für jeden BOKX®-Bücherschrank. Wir wollen ein gutes Ambiente für unsere Städte.

Gute Gestaltung beugt Vandalismus vor. Die Wahl des Standortes und das gelungene Design der BOKX®-Bücherschränke selbst sind der Hauptgrund dafür, dass sie deutlich weniger Vandalismus anziehen, als beispielsweise gelbe Telefonzellen oder geschlossene Flächen –  etwa Elektroschränke oder leere Wände.

Durch die Verarbeitung ortstypischer Materialien und eine große Vielfalt möglicher Lackierungen, kann jeder BOKX®-Bücherschrank individuell seiner Umgebung angepasst werden. Bisher eingesetzte Materialien sind beispielsweise Stahl, Holz, Glas, Stein, Messing und Bronze sowie verschiedenfarbige Lacke.